Antisemitismus im Klassenzimmer

Antisemitismus im Klassenzimmer

UE 8, Sommersemester 2023

Als Freiheit möglich war...

Dauer
9:30 - 17:30
Termin
Sa, 11.03.2023
Ort
Freie Christengemeinde Linz
Reuchlinstraße 32
4020 Linz
LV-Nummer
9700000043
Meine persönlichen Merkliste(n):


Impulse aus der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King und den täuferischen Traditionen für heute

Ablauf:
9.30 Begrüßung; Vorstellung des Programms
9.45-10.45 Vortrag: "I want you to be first in love" - Martin Luther King - Erinnerung, Inspiration, Erbe
Wie bei kaum einer anderen zeithistorischen Person ist die Erinnerung an Martin Luther King und an den gewaltlosen Widerstand zur Überwindung der Rassentrennung zu einem globalen Phänomen geworden. Sie hat sich zu einer universalen Erinnerung entwickelt, die von politischen Basisbewegungen bis heute gezielt verbreitet und aufgegriffen wird. In dem Vortrag wird der Frage nachgegangen, wie die Erinnerung an Martin Luther King für die heutige Zeit zur Inspiration werden kann. Was sind die theologischen Fragen und Entscheidungen, die bis in die Gegenwart Bedeutung haben? Welches Erbe gilt es neu zu entdecken? Dazu wird die Erinnerungskultur in den USA und weltweit sowie die Verwurzelung Kings in der Black Church thematisiert. Anschließend geht es um wichtige Impulse: gewaltloser Widerstand, Kirche mit prophetischem Profil und als transformierende Kraft in der Gesellschaft, die Beloved Community – die Weltfamilie.
10.45-11.15: Kaffeepause
11.15-11.45: Diskussion zum Vortrag
11.45-12.15: Einführung in die Gruppenarbeit
12.15-13.45: Mittagspause
13.45-14.45: Gruppenarbeit zu Quellentexten von Martin Luther King
Die Gruppen arbeiten gemeinsam an ausgesuchten Quellentexten von Martin Luther und ggf. anderen Akteuren (u.a. Brief aus dem Gefängnis in Birmingham; Predigt zu Röm 12,2) – dabei soll die Relevanz für die aktuellen Herausforderungen der christlichen Kirchen herausgestellt werden. In den Werken Kings stand eine präsentische Eschatologie mit konkreten Folgerungen für das soziale Miteinander in einer globalen Geschwisterlichkeit im Mittelpunkt. Die Stärke dieser Reich-Gottes-Konzeption liegt in der Verknüpfung von christlicher Hoffnungsperspektive und Lebenswelt.
14.45-15.30: Auswertung der Gruppenarbeit im Plenum
15.30-16.00: Kaffeepause
16.00-17.00 Vortrag: „Aufbruch zur Freiheit – eine täuferische Perspektive“
Im Mittelpunkt steht der Beitrag des Täufertums und des Baptismus für die Entstehung der Religions- und Gewissensfreiheit als unveräußerlichem Menschenrecht. 2025 jährt sich die erste Gläubigentaufe in Zürich, die als Beginn der Täuferbewegung angesehen wird, zum 500. Mal. Das Täufergedenken „gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung“ lädt zu einem gemeinsamen Weg ein, über die Geschichte der täuferischen Bewegungen und ihre Bedeutung im Heute nachzudenken. Aus den Reihen einer Minderheit kamen im 16. Jahrhundert Akzente für die Modernisierung der Gesellschaft, auch wenn viele täuferische Ideen erst einmal noch nicht „sagbar“ waren, sondern zu Verfolgung, Gefängnis und Tod führten. Dabei ist auch daran zu erinnern, wie Kirchen aus der täuferischen Tradition sich konkret in sozialen, emanzipatorischen Bewegungen engagierten und sie prägten (u.a. Abolitionismus, Frauenbewegung, Bürgerrechts-bewegung, Social Gospel).
17.00-17.30: Abschlussdiskussion
Aus der Geschichte für die Gegenwart lernen; zum Engagement gegen Rassismus motiviert werden
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Zielgruppen Pädagog/inn/en
Inhaltliche Hauptkategorien Religion
Schularten AHS Unterstufe, Berufsschule, BMHS kaufmännisch, Mittelschulen, Volksschule, BMHS techn./gew./kunstg., AHS Oberstufe, Polytech./Fachmittelschule, BMHS humanberuflich
Organisationsformen Einteilige Lehrveranstaltung