Psalmen ermöglichen einen persönlichen und unmittelbaren Zugang zu Gott im Gebet. Seit mehr als zweitausend Jahren sind sie Teil der jüdischen und zugleich christlichen Gebetspraxis und gottesdienstlichen Tradition. Neben ihrer Funktion als Gebet oder Lied beinhalten sie aber auch biblisches Erzählgut, das im Judentum und Christentum unterschiedlich interpretiert werden kann. Dadurch werden sie zu Texten, die Christ:innen mit Jüd:innen verbinden und zugleich trennen.
Diese Fortbildung soll mit Hilfe eines Bausteinsystems und anhand von Beispielen konkrete Möglichkeiten aufzeigen, wie ganze Psalmen im Unterricht in ihrer Dimension als persönliche Gebete und Träger von Tradition erschlossen werden können. Konkrete Einblicke in jüdische Psalmenpraxis geben außerdem die Möglichkeit zur Begegnung und Reflexion.