Diese Fortbildung für Lehrkräfte eröffnet einen besonderen Zugang zum interreligiösen Lernen, indem der Islam aus der Perspektive jüdischer Traditionen, Quellen und Deutungen betrachtet wird. Ein Rabbiner vermittelt Einblicke in historische, religiöse und kulturelle Wahrnehmungen des Islam innerhalb des Judentums und zeigt auf, wie sich diese Sichtweisen im Verlauf der Geschichte herausgebildet haben. Anhand ausgewählter jüdischer Quellen werden zentrale Bilder, Deutungsmuster und Formen der Begegnung mit dem Islam analysiert und reflektiert. Dabei wird deutlich, wie religiöse Wahrnehmungen entstehen, tradiert und interpretiert werden – und welchen Einfluss sie bis in die Gegenwart entfalten. Die Fortbildung zielt darauf ab, ein differenziertes Verständnis von Fremd- und Eigenbildern zu fördern, Vorurteile kritisch zu hinterfragen und die interreligiöse Dialogfähigkeit nachhaltig zu stärken.