Diese Fortbildung für Religionslehrer:innen nimmt die Rolle von Sprache als Schlüssel für Verständnis – und Missverständnis – zwischen Judentum und Christentum in den Blick. Ausgehend von Texten der Hebräische Bibel/TaNaCh, und konkret Jesaja/Jeschajau 53, wird gezeigt, wie unterschiedliche Begriffe, Übersetzungen und Deutungstraditionen zu teils grundlegenden Differenzen führen.
Im Fokus steht die jüdische Perspektive: Wie werden zentrale Begriffe wie „Knecht“, „Messias“, „Leiden“ oder „Erlösung“ im Judentum verstanden – und wie verändern christliche Lesarten deren Bedeutung? Die Teilnehmenden reflektieren, wie sprachliche Prägungen theologische Interpretationen beeinflussen und oft unbewusst zu Verzerrungen führen.
Neben der inhaltlichen Klärung bietet die Fortbildung konkrete didaktische Ansätze, um sprachsensibel zu unterrichten, Unterschiede transparent zu machen und religiöse Vielfalt respektvoll zu vermitteln.