Eine relativ neue Entwicklung in der islamischen Geistesgeschichte ist die zunehmende Kritik an der Sunnah als Quelle des Islams. Immer häufiger wird die Überlieferung der Hadithe insgesamt in Zweifel gezogen. Dies steht im Widerspruch zum Konsens aller klassischen islamischen Schulen, die die Hadith-Überlieferung traditionell als maßgebliche Interpretation des Qur’ans betrachten.
Wie kam es zu diesem Umschwung im Denken? Welche Rolle spielte dabei die Kolonialgeschichte Indiens? Ist ein Islam ohne Sunnah/Hadith denkbar?