Diese Fortbildungsveranstaltung widmet sich dem Schreibenlernen in institutionellen Bildungskontexten und stellt die Herausforderungen und Dilemmata, mit denen Lernende und Lehrende konfrontiert sind, als Impulse für die Weiterentwicklung von didaktischen Konzepten, Methoden und Materialien in den Mittelpunkt:
- Mehrsprachige Repertoires der Lernenden und die Dominanz der Bildungssprache Deutsch
- Kreativität, Mehrdeutigkeit, sprachliche Veränderung und das Vermitteln von Regeln, Normen und Konventionen
- Analoge Schreibpraxen, ganzheitliches Lernen und die Möglichkeiten und Gefahren von KI und Digitalität
- Lebensweltliche Kontexte des Schreibens und institutionelle Anforderungen und Vorgaben.
Gefragt wird nach Möglichkeiten, in einem von normierenden Vorgaben und starren Ordnungen geprägten institutionellen Kontext wie der Schule oder der Hochschule bzw. der Universität Lernräume zu schaffen, in denen ein kreatives, lustvolles und selbstermächtigendes Spiel mit Normen und Konventionen ermöglicht wird.
Die Teilnehmer*innen
- reflektieren und diskutieren, welche widersprüchlichen Ziele, Erwartungen und Möglichkeiten in schreibdidaktischen Kontexten an Schule, Hochschule und Universität auszumachen sind und wie damit umgegangen werden kann;
- setzen sich mit den Möglichkeiten der Entgrenzung des schulischen Raums mit seinen einsprachigen und zweckorientierten Schreibformaten auseinander;
- lernen Autor*innen, Texte und Schreibweisen kennen, die Normen und Konventionen in Frage stellen und sie überschreiten;
- erarbeiten didaktische Wege und Verfahren für ein selbstermächtigendes, kritisches Schreiben in einer offenen, diversen und mehrsprachigen Gesellschaft, in der ein kompetenter Umgang mit Mehrdeutigkeiten, Ambiguität und Ambivalenz von zentraler Bedeutung für gesellschaftliche Teilhabe ist.