"Erhebung von sprachlichen Fähigkeiten im Schulkontext"
Der Vortrag thematisiert die Bedeutung der Diagnostik sprachlicher Fähigkeiten für schulische Kontexte und stellt praxisnahe Verfahren zur Erhebung im Gruppensetting vor. Dabei werden etablierte Verfahren vorgestellt, die eine differenzierte Diagnostik ermöglichen um den Anforderungen des Schulalltags gerecht zu werden. Auf die Vor- und Nachteile verschiedener Methoden wird dabei eingegangen.
Vor Ort können 2 Workshops (WS) gewählt werden
WS 1: Der Grammatik mit GraF GruS auf der Spur - Entwicklung eines Grammatikfähigkeiten-Gruppenscreenings
Wichtige grammatische Strukturen entwickeln sich selbst bei sprachlich unauffälligen Kindern noch während der frühen Grundschulzeit. Rezeptive grammatische Schwierigkeiten bleiben in der Spontansprache oft unentdeckt und sind im schulischen Alltag schwer zu diagnostizieren, bringen aber Sekundärprobleme im schulischen Lernen mit sich. Bevor Lehrkräfte adäquat und individuell fördern können, sollten diese zunächst mittels standardisierter Instrumente erhoben werden. Im Schulalltag ist dies im Einzelsetting aber schwer umsetzbar, weshalb Gruppenverfahren für den inklusiven Unterricht notwendig erscheinen.
Im Fokus des Workshops steht das Grammatikfähigkeiten Gruppenscreening. Im Workshop wird der Aufbau des Verfahrens skizziert, welches zukünftig der Erfassung rezeptiver grammatischer Kompetenzen im Gruppensetting (Zielgruppen: Vorschule und 1.-2. Klasse) dienen soll. Zudem wird ein Einblick in die Testentwicklung gegeben und Entwicklungsschritte besprochen.
WS 2: … und dann…“ – Förderung der mündlichen und schriftlichen Erzählkompetenz mit textlosen Videos
Förderung der Sprache (Wortschatz) und Erzählkompetenz mit textlosen Videos in inklusiven Klassenräumen in der Primarstufe. Der Fokus liegt auf der Förderung aller Kinder in gleichem Maße. Die Videos behandeln inklusive Themen wie Kooperation, Identitätsfindung, Freundschaft, Anderssein. Außerdem werden soziale Kompetenzen durch Teamarbeit gefördert.
WS 3: Vormittag: Syntaxbasierte Sprachförderung mit Bewegung und System / Nachmittag: Laut sehen, hören und spüren - mit der KULen Wo-Si-La Übung zur phonologischen Bewusstheit
In diesem Workshop lernen Pädagog*innen eine Möglichkeit kennen, wie sie das Bilden korrekter Sätze mit guten Beispielen gezielt über Bewegung und klare Strukturen initiieren und fördern. Ausgehend von zentralen Prinzipien der syntaxbasierten Sprachförderung wird das KULe Satzgrammatik-Material vorgestellt. Im Workshop werden theoretische Grundlagen zum Schriftspracherwerb besprochen und die artikulatorische bzw. phonologische Bewusstheit als Schlüsselkompetenz für den Schriftspracherwerb thematisiert. Das Konzept KUL wird vorgestellt und der Mehrwert von Bewegung im Lernprozess in heterognen Lerngruppen herausgearbeitet.
WS 4: Schriftspracherwerb im Kontext mit Mehrsprachigkeit
Der Schriftspracherwerb im Kontext von Mehrsprachigkeit steht am Anfang für die Lernenden in starkem Zusammenhang mit ihren Erstsprachen. Deshalb sensibilisiert der Workshops Pädagog:innen für die vielfältigen Möglichkeiten kontrastiv zu arbeiten und die Erstsprachen im Unterricht zu nutzen. Es werden beispielhaft Herausforderungen der Verschriftlichung von Lauten aufgezeigt, sowie praxisnahe Ideen und Materialien zur Förderung phonologischer Bewusstheit.
Die Notwendigkeit von Diagnostik für schulische Förderprozesse sprachlicher Kompetenzen sowie die Potenziale gruppenbasierter Verfahren für die Schulpraxis aufzeigen und Impulse für eine effektive Förderung dieser Kompetenzen geben.
Diagnostische Möglichkeiten und Verfahren kennen lernen im Speziellen das Verfahren GraF GruS kennen lernen
Förderung des Wortschatzes, der Erzählkompetenz und des sozialen Miteinanders im inklusiven Klassenraum
Die Prinzipien, Gesten, Bewegungen und Übungen von KUL – Körperunterstütztes Lernen anhand des Satzgrammatikmaterials und des Materials zum Schriftspracherwerb kennen und anwenden lernen
Sensibilisierung für den Zusammenhang von Erstsprache und Deutsch als Zweitsprache im Schriftspracherwerb