Schüler:innen mit ADHS und Autismus stehen im Unterricht der Sekundarstufe häufig vor besonderen Herausforderungen: wechselnde Anforderungen, hohe Eigenorganisation und unklare Aufgabenstellungen können rasch zu Überforderung führen. Diese Fortbildung zeigt, wie Unterricht ADHS- und Autismus- sensibel gestaltet werden kann – ohne zusätzliche Ressourcen oder aufwendige Maßnahmen.
Im Fokus stehen praxistaugliche Zugänge zur Strukturierung von Unterricht, Aufgaben und Abläufen, die insbesondere neurodivergenten Schüler:innen Orientierung geben und gleichzeitig für alle Lernenden lernwirksam sind. Thematisiert werden unter anderem die Bedeutung klarer Aufgabenformulierung, der Einsatz von Routinen und Wiedererkennung sowie Möglichkeiten, Arbeitsphasen zu stabilisieren und Überforderung zu reduzieren.
Die Inhalte basieren auf Erfahrungen aus der Sekundarstufe II (AHS/BMHS) und sind direkt auf den schulischen Alltag übertragbar. Ziel ist es, Lehrpersonen Sicherheit im Umgang mit heterogenen Lerngruppen zu geben und Unterricht unter realen Bedingungen entlastend zu gestalten.
Die Teilnehmer:innen:
– reflektieren ihren Unterricht im Hinblick auf ADHS-und Autismus-sensible Gestaltung
– verstehen typische Überforderungsmomente bei Schüler:innen mit ADHS und Autismus Spektrum Störung
– erkennen die Bedeutung klarer Aufgabenformulierung
– entwickeln konkrete Ideen für strukturierte Unterrichtsabläufe
– gewinnen Sicherheit im Umgang mit heterogenen Lerngruppen