Begabungsförderung soll allen Kindern zugutekommen. Dieses Seminar beleuchtet, warum dies in der schulischen Realität oft nicht gelingt und wie Schulen dem gezielt entgegenwirken können.
- Nicht alle Begabungen werden erkannt oder gefördert: Soziale Herkunft, Sprache, Geschlecht und schulische Erwartungen beeinflussen maßgeblich, wem Potenzial zugeschrieben wird und wer im Bildungssystem übersehen bleibt.
- Aktuelle Studien (u. a. PISA, Nationaler Bildungsbericht, OECD) zeigen, dass der Bildungserfolg in Österreich nach wie vor stark von der Herkunft abhängt – und damit auch der Zugang zu Begabungsförderung.
- Die Teilnehmer:innen setzen sich mit zentralen Fakten zur Bildungsungleichheit auseinander und diskutieren, warum bestimmte Kinder seltener als begabt wahrgenommen werden.
- Anhand konkreter Fallbeispiele werden Chancen und Hürden im Bildungssystem sichtbar gemacht und gemeinsam reflektiert.
- Darauf aufbauend werden Wege erarbeitet, wie Begabungsförderung in der Schule gerechter, inklusiver und sprachsensibler gestaltet werden kann.
- zentrale Daten und Zusammenhänge zwischen Begabungsförderung und Bildungsgerechtigkeit kennen
- erkennen, welche strukturellen, sprachlichen und sozialen Faktoren die Wahrnehmung von Begabung beeinflussen
- eigene Vorstellungen reflektieren: Was hindert mich, Begabung zu sehen – und bei wem sehe ich sie leichter?
- anhand von Fallbeispielen Chancen und Barrieren im Bildungssystem analysieren
- Strategien entwickeln, um Begabungsförderung fair, inklusiv und sprachbildend zu gestalten
- Ansätze kennenlernen, wie Sprache als Zugang und nicht als Hürde in der Begabungsförderung genutzt werden kann
- eine professionelle Haltung aufbauen, die Chancengerechtigkeit aktiv im Schulalltag fördert