In dieser Lehrveranstaltung soll orthodoxe Fundamentaltheologie auf der Basis von patristischen Quellen und Autoren kennengelernt werden. Dabei soll Inhalte, Prinzipien, Kriterien und Methoden der ersten christlichen Autoren zur intellektuellen Verteidigung des Glaubens bewerten werden, die vor allem die Frage nach der Vernünftigkeit von Theologie und Glauben klären. In diesem Zusammenhang der Auseinandersetzungen mit Gnosis, Heidentum, Islam und innerchristlichen Streitigkeiten sollen die Zuhörerinnen und Zuhörer auch die Kenntnisse in die historisch-philosophischen Hintergründen der ersten Jahrhunderte vertiefen, die ihnen Kriterien für die Analyse ihres theologischen Denkens in heutiger Zeit bieten.
Nach der Einführung zur Geschichte der Entstehung als Fach Fundamentaltheologie (vormals Apologetik) wird eine Einordnung ins Heute vorgenommen, inklusive des kirchenhistorischen Kontexts des 2. bis 4. Jhd.s. (z.B. Justin der Märtyrer, Irenäus von Lyon, Origenes, Athanasius von Alexandrien, Eusebius von Caesarea, Sozomen, Sokrates, Theodoret von Cyros und Johannes von Damaskus). Dabei wird auch patristische Apologetik zur Sprache kommen in der Auseinandersetzung mit Vorwürfen gegen die Christen, christliche Lebenspraxis und Moralität.
Die TeilnehmerInnen werden befähigt sein, aufgrund der patristischen Tradition, wissenschaftlich vertretbare und begründbare Antworten im Heute zu artikulieren, die sowohl für die Ausbildung der neuen Generation als auch für den gegenwärtigen Diskurs unverzichtbar bleiben. Sie erwerben Argumentationsmuster, um den Glauben in seiner Weitergabe an junge Menschen im Geist der Kirche vernünftig zu artikulieren und erklären zu können.