Das Seminar beleuchtet antimuslimischen Rassismus im Spannungsfeld von Religion, Kultur und Politik und verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit Fragen der schulischen Praxis. Im Mittelpunkt stehen Konzepte wie kultureller Rassismus (Neo-Rassismus) und die Kulturalisierung von Differenz sowie ihre Bedeutung für gesellschaftliche und schulische Diskurse. Anhand empirischer Studien und praxisnaher Beispiele aus dem Schulalltag wird untersucht, wie stereotype Zuschreibungen gegenüber muslimischen Schüler*innen entstehen und sich im Unterricht, in Schulmaterialien oder in schulischen Kommunikationsräumen manifestieren. Dabei öffnet das Seminar für Pädagog*innen einen Raum zur wissenschaftlich fundierten Reflexion dieser Prozesse und ihrer Bedeutung für den eigenen Unterricht und die pädagogische Praxis. Ziel ist es, Sensibilität für antimuslimische Diskurse zu stärken und pädagogische Handlungsperspektiven für einen reflektierten Umgang mit diesen im schulischen Kontext zu entwickeln.