Das Seminar lädt ein, Sprache im schulischen Alltag aus einer erweiterten Perspektive zu betrachten: als Machtinstrument, Spiegel gesellschaftlicher Ungleichheiten und Ressource vielfältiger Lernwege. Es zeigt auf, wie bestimmte Ausdrucksweisen als legitim oder bildungsnah gelten, während andere marginalisiert werden, und wie diese Hierarchien mit gesellschaftlicher Macht und Differenzkonstruktionen verknüpft sind. Dabei werden mehrsprachige Lebenswelten von Schüler*innen miteinbezogen, um zu zeigen, wie sprachliche Ressourcen im Unterricht genutzt und gefördert werden können. Pädagog*innen erhalten die Gelegenheit, zu reflektieren, wie monolinguale Strukturen mehrsprachige Kompetenzen unsichtbar machen. Zugleich wird gezeigt, welchen Einfluss Mehrsprachigkeit auf Unterricht, Leistungsbewertung und Interaktion hat. Ziel ist es, Sensibilität für sprachliche Macht- und Differenzverhältnisse zu entwickeln und Impulse für einen sprachsensiblen, diversitätsbewussten Unterricht zu geben.