Das Seminar lädt dazu ein, schulische Praxis aus postkolonialer Sicht zu betrachten und die eigenen pädagogischen Handlungen kritisch zu hinterfragen. Lehrpläne, Unterrichtsmaterialien und schulische Routinen sind nicht neutral, sondern spiegeln historisch gewachsene Machtverhältnisse und koloniale Kontinuitäten wider, die Lernprozesse und Deutungsmuster im Klassenzimmer prägen. Dekoloniale Ansätze sowie praxisnahe Fallbeispiele zeigen Wege auf, diese Strukturen bewusst zu reflektieren. Im Zentrum steht die professionelle Haltung von Pädagog*innen, deren reflektierte Entwicklung das Potenzial bietet, Unterricht und pädagogische Praxis inklusiver und gerechter zu gestalten. Ziel ist es, Pädagog*innen zu verdeutlichen, welche zentrale Rolle ihre professionelle Haltung für die pädagogische Praxis spielt, wie sie durch postkoloniale Perspektiven bereichert wird und wie Schule sowie Lernumgebungen multiperspektivisch, diversitätssensibel und nachhaltig gestaltet werden können.